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19.04.2011

von Ruthild

Griechenlands Pleitepolitik

Die Finanzkrise in Griechenland beschäftigt uns seit der globalen Finanzkrise 2007 in immer stärkerem Maße. Allerdings liegen erste Anzeichen für eine Schieflage noch weiter zurück, bereits 2004 hat das Statistische Amt der Europäischen Union darauf hingewiesen, dass die aus Griechenland gelieferten Daten nicht stimmen können. Ende 2009 dann hat der neue griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou die Situation öffentlich gemacht. Die Ursachen sind vielfältig: hohe Staatshilfen für die Banken während der Globalen Finanzkrise, überdimensionierter Staatsapparat, hohe Korruption ("Fakelaki"), Schattenwirtschaft und Steuerhinterziehungen, um nur einige zu nennen. Europäische Union, Europäische Zentralbank und Internationaler Währungsfonds haben daraufhin ein umfangreiches Rettungspaket beschlossen. Bis zu 120 Milliarden Euro bekommt Griechenland in den nächsten drei Jahren, zu großen Teilen getragen von den Ländern der Eurozone, namentlich Deutschland. Im Gegenzug verlangen EU und IWF ein konsequentes Sparpaket von der griechischen Regierung, z. B. Gehaltskürzungen der Staatsbediensteten und Steuererhöhungen. In Folge dieser Ankündigungen kommt es seit dem immer wieder zu gewalttätigen Ausschreitungen in der Bevölkerung.

10:55 Uhr 22.6.2011

Clemens sagt:
Warum regen sich alle so auf? So schlimm ist es hier doch wirklich nicht

17:24 Uhr 20.4.2011

Jeanine sagt:
Also, bei dem Titel wär ich ja nie drauf gekommen, dass der Beitrag so genial ist